Unsere Stadtteile in Hannover-Ahlem-Badenstedt-Davenstedt
Ahlem
Rund 11.300 Einwohner, westlichster Stadtteil des Bezirks. Ahlem entstand als Bauerndorf unter dem Schutz der Burg des Grafen Konrad von Wunstorf und ist heute vor allem durch die Mahn- und Gedenkstätte Ahlem und den Spargelanbau bekannt.
Für uns ist Ahlem der am weitesten entfernte Stadtteil des Bezirks: über die Wunstorfer Landstraße und die Badenstedter Straße rechnen wir mit rund 20 Minuten. Die Stadtbahnlinie 10 verbindet Ahlem direkt mit Linden – für uns fahren wir aber mit dem eigenen Fahrzeug, unabhängig vom Takt.
Türen und Schlösser in Ahlem: Der Stadtteil mischt Einfamilienhäuser aus der Nachkriegszeit mit modernen Neubauten, Reihenhäusern entlang des Fösse-Grünzugs und Altbauwohnungen nahe der St.-Johannes-Kapelle. In den älteren Bestandsbauten – etwa an der Heisterbergallee – stecken häufig noch Zylinder aus den 1980er- und 1990er-Jahren ohne Bohrschutz. Solche Türen öffnen wir in der Regel besonders schonend, weil die Mechanik einfacher ist als bei modernen Hochsicherheitsschlössern. Gleichzeitig sind sie die Schwachstelle, über die wir bei einem Zylindertausch offen sprechen.
Orientierungspunkte, die jeder kennt: Ahlemer Rathausplatz, Willy-Spahn-Park, Ahlemer Holz.
Badenstedt
Rund 12.300 Einwohner, südlichster Stadtteil des Bezirks – und für uns der schnellste. Die Straße Am Ihlpohl markiert die Grenze zwischen Linden und Badenstedt und liegt nur wenige hundert Meter westlich unserer Fössestraße 22. Unter normalen Bedingungen sind wir in 5 bis 12 Minuten vor Ort.
Diese Nähe ist keine Werbeaussage, sondern Geografie: Schon seit 1895 verbindet die Badenstedter Straße den Stadtteil mit Linden – damals per Überlandstraßenbahn, heute als unsere direkte Anfahrtsroute.
Türen und Schlösser in Badenstedt: Drei Bauepochen treffen hier aufeinander. Im alten Dorfkern nahe dem Badenstedter Denkmal stehen Fachwerkhäuser, an der Badenstedter Straße Gründerzeitgebäude der Hannoverschen Schule mit rotem Backstein, und im Neubaugebiet Badenstedt-West moderne Einfamilienhäuser, oft mit Dreipunktverriegelung. Letztere sind technisch anspruchsvoller zu öffnen, gelingen mit dem richtigen Werkzeug aber ebenfalls beschädigungsfrei. In den Genossenschaftshäusern und älteren Wohnblöcken finden wir dagegen regelmäßig Zylinder aus den 1980er-Jahren.
Orientierungspunkte: Badenstedter Markt, die „Grüne Mitte“, Badenstedter Denkmal.
Davenstedt
Rund 10.700 Einwohner, mittlerer Stadtteil des Bezirks. Die älteste mögliche Erwähnung als Davenstide im Marstemgau stammt aus dem Jahr 1022, aus einer Stiftungsurkunde Kaiser Heinrichs II.; unstrittig ist die zweite Nennung von 1280. Seit 1909 gehörte Davenstedt zu Linden und kam 1920 mit Linden zu Hannover.
Diese Verbindung ist bis heute praktisch: Die Davenstedter Straße führt von unserer Fössestraße direkt in den Stadtteil – ohne Umweg über Schnellwege, 10 bis 15 Minuten. Eine Stadtbahn hat Davenstedt nicht, erschlossen wird der Stadtteil über Buslinien.
Türen und Schlösser in Davenstedt: Am Davenstedter Markt steht das Terrassenhochhaus, im Volksmund „Hängende Gärten von Babylon“ oder „Schlachtschiff“ – Mehrgeschosswohnungen der 1970er-Jahre mit klassischen Zylinderschlössern mittlerer Generation. In Davenstedt-West liegt eine große Reihenhaussiedlung vom Anfang der 1980er-Jahre mit soliden Stahltüren und Einsteckschlössern; viele haben noch die Originalzylinder aus der Bauzeit, ohne Bohrschutz. Im Alten Dorf stehen teils jahrhundertealte Fachwerkhäuser, bei denen es auf Feingefühl für die Bausubstanz ankommt.
Orientierungspunkte: Davenstedter Markt, St.-Johannes-Kapelle von 1790 – eine der beiden erhaltenen Fachwerkkapellen Hannovers –, TuS Davenstedt am Geveker Kamp.
Körtingsdorf – die Werkssiedlung von 1890
Körtingsdorf ist kein eigener Stadtteil, sondern ein historisches Quartier am nordöstlichen Rand von Badenstedt – und eine der ungewöhnlichsten Wohnlagen Hannovers.
Ein Dorf, gebaut von einer Fabrik: Als die Brüder Berthold und Ernst Körting 1889 eine größere Fabrik an der Badenstedter Straße errichteten, brauchten sie Arbeiter – und bauten ihnen ab 1890 gleich eine eigene Siedlung: rund 50 Doppelhäuser mit Stallungen und Gärten von je etwa 800 Quadratmetern, eine Schule für 120 Kinder (eröffnet 1893), Geschäfte und eine Gastwirtschaft. Die Gemeinde Bornum, zu der das Gebiet damals gehörte, zog die Baugenehmigung zunächst zurück – sie fürchtete die Folgekosten für Wegebau, Verwaltung und Lehrergehälter. Erst als Körting zusagte, all das selbst zu tragen, durfte gebaut werden.
Was heute davon steht: Von den rund 50 Doppelhäusern sind nur noch zwei Gebäude im Original erhalten, sorgfältig restauriert, inmitten eines Wohngebiets mit Wohnblocks aus den 1960er-Jahren. Am Standort der Schule von 1893 steht heute wieder eine Grundschule, die Gebrüder-Körting-Schule, und die Körting Hannover GmbH produziert bis heute an der Badenstedter Straße 56.
Für uns bedeutet das zwei Türgenerationen auf engem Raum: restaurierte Bausubstanz aus dem 19. Jahrhundert, bei der jede Spur zählt, und standardisierte Profilzylinder der 1960er-Jahre, meist ohne modernen Bohrschutz – schnell zu öffnen, aber auch schnell zu überwinden. Anfahrt über die Badenstedter Straße: 10 bis 15 Minuten. Verlässliche Orientierungspunkte sind die Körting-Fabrik und die Gebrüder-Körting-Schule.
Im Quartier steht außerdem ein denkmalgeschütztes AWO-Altenheim, benannt nach Bernhard Kreibohm, langjährigem Vorsitzenden des AWO-Bezirks- und Landesverbands.