Unsere Stadtteile in Hannover-Herrenhausen-Stöcken
Herrenhausen
Ursprung ist die Siedlung Hagerinhusen, erstmals 1216 urkundlich erwähnt. Den heutigen Namen gab die Sommerresidenz der Welfen: Schloss Herrenhausen. Der Große Garten, ab 1666 angelegt, zählt zu den bedeutendsten Barockgärten Europas.
Türen und Schlösser in Herrenhausen: Der Wohnbestand ist deutlich jünger als der Ruf des Stadtteils. Rund um den Herrenhäuser Markt und entlang der Westerfeldstraße stehen Nachkriegsgebäude mit standardisierten Türen und Schlössern aus verschiedenen Jahrzehnten, dazwischen neuere Bauten mit modernen Sicherheitsprofilen. Ein Hinweis für die vielen WGs im Umfeld der Universität: Nach dem Auszug eines Mitbewohners ist der Zylindertausch die kleine Investition, die man nicht bereut.
Anfahrt: 15 bis 20 Minuten über die Herrenhäuser Straße – ohne Umweg direkt in alle Seitenstraßen.
Stöcken
Ein Dorf auf einer Leineterrasse, 1757 im Zusammenhang mit dem Siebenjährigen Krieg erstmals erwähnt und 1907 eingemeindet. Berühmtester Sohn: Cord Broyhan, der 1526 ein helles, obergäriges Bier erfand – das Broyhan-Bier.
Türen und Schlösser in Stöcken: Drei sehr verschiedene Lagen. Im Kern Mehrfamilienhäuser und Wohnungen rund um das Stöckener Bad. Nördlich der A2 liegt die Schwarze Heide, in den 1920er-Jahren als Nebenerwerbssiedlung für Arbeiter von Continental und Bundesbahn entstanden – heute rund 1.300 Einwohner ausschließlich in Reihen- und Einfamilienhäusern. Am Mittellandkanal schließt der Industrierand mit dem VW-Gelände an, wo wir Werkstore, Hallen- und Nebeneingänge öffnen.
Anfahrt: 10 bis 15 Minuten über den Westschnellweg (B6) nordwärts – der schnellste Bezirksteil für uns. Für die Schwarze Heide ein paar Minuten mehr über die A2-Abfahrt Hannover-Nordhafen.
Marienwerder
Hier steht das älteste erhaltene Bauwerk der Landeshauptstadt: die romanische Klosterkirche Marienwerder, um 1200 geweiht. Dazu der Hinübersche Garten, einer der frühesten Landschaftsgärten Deutschlands.
Türen und Schlösser in Marienwerder: Herzstück ist die Gartenhofsiedlung der 1960er-Jahre – denkmalgeschützte Häuser mit den charakteristischen Türkonstruktionen dieser Ära, eingebettet in den Klosterforst, mit dem Quartierszentrum Große Pranke.
Eine Besonderheit, die Sie kennen sollten: Das labyrinthische Fußgängerzonennetz zwischen den Gartenhofhäusern ist in Hannover einzigartig – und für Fahrzeuge nur teilweise befahrbar. Nennen Sie uns beim Anruf Ihre genaue Hausnummer und am besten den nächsten Zugang von außen. Dann laufen wir die letzten Meter gezielt, statt im Wegenetz zu suchen.
Anfahrt: 20 bis 25 Minuten über den Westschnellweg.
Ledeburg
Türen und Schlösser in Ledeburg: Der Stadtteil hat drei klar unterscheidbare Bestände. An der Buschriede und Umgebung stehen typische Doppelhäuser aus der Zeit um 1910, viele davon heute unter Denkmalschutz – mit Schloss- und Türkonstruktionen aus Kaiserzeit und früher Weimarer Republik, also Einsteckschlössern und frühen Zylindersystemen. Dazu kommt eine Genossenschaftssiedlung mit gemeinschaftlichen Eingängen und standardisierten Schlosstypen sowie neuerer Bestand mit Sicherheitsprofilen und teils Mehrpunktverriegelungen.
Anfahrt: rund 20 Minuten über die westlichen Stadtachsen. Orientierungspunkte: Fuhrenkampe, Buschriede.
Leinhausen
Hannovers Eisenbahner-Colonie: 1874 entstand am damaligen Stadtrand das Eisenbahn-Ausbesserungswerk, kurz darauf die Siedlung drumherum. Eingemeindet wurde Leinhausen im Oktober 1928. Das denkmalgeschützte Stellwerk von 1915 steht bis heute.
Türen und Schlösser in Leinhausen: Die alte Colonie mit ihren Arbeiterwohnhäusern wurde ab 1959 abgerissen; an ihre Stelle traten Reihenhäuser und Nachkriegsbauten für die Bundesbahn-Beschäftigten der neuen Generation. Die Reihenhaustüren stammen entsprechend aus der Wiederaufbauphase, viele Schlösser wurden seither ein- oder zweimal erneuert. Die Spanne reicht deshalb von einfachen Profilen bis zu modernisierten Sicherheitszylindern – meist unkompliziert und beschädigungsfrei zu öffnen.
Anfahrt: 15 bis 20 Minuten über den Westschnellweg (B6) nordwärts oder durch Linden-Nord über die Fuhsestraße.
Burg
Der Name kommt von einer mittelalterlichen Wallburg: Die Gernandesburg wurde 1274 erstmals erwähnt, als Herzog Johann von Braunschweig-Lüneburg den Wirtschaftshof westlich der Burg dem Hospital Sankt Spiritus vermachte.
Türen und Schlösser in Burg: Überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser aus den 1930er-Jahren – solide gebaut, gut instand gehalten, mit klassischen Haustüren und bewährter Schlosstechnik. In den 1960er-Jahren kamen Wohnblöcke entlang des Vinnhorster Wegs dazu. Beides gehört für uns zum Alltag; die älteren Systeme lassen sich meist besonders schonend öffnen.
Nordhafen
Der Stadtteil mit den wenigsten Einwohnern – rund 100 – und dem größten Umschlag. Seit der Eröffnung im Februar 1918, eineinhalb Jahre nach Freigabe des Mittellandkanals bis Hannover, entwickelte sich der Nordhafen zum bedeutendsten Industrie- und Handelshafen der Region: 85 Hektar Hafengebiet, 23,8 Kilometer Schienenwege, täglich Großmotorgüterschiffe und Schubverbände.
Zwei Seiten, zwei Türwelten: Südlich des Kanals liegen Hafen, VW, Continental und Speditionen – Werkstore, Betriebsgebäude, Lagerhallen und Büros mit gewerblichen Türsystemen. Nördlich davon wohnen die rund 100 Einwohner, eingebettet in den Mecklenheider Forst mit dem Projekt Kinderwald, wo seit dem Jahr 2000 Kinder und Jugendliche 1.500 Bäume und Sträucher auf sieben Hektar Brachfläche gepflanzt haben.
Weil hier im Schichtbetrieb gearbeitet wird, sind Einsätze zu ungewöhnlichen Zeiten Normalfall. Anfahrt: 15 bis 20 Minuten über A2 oder B6 (Am Leineufer).
Herrenhäuser Gärten – vom Küchengarten zur Königsresidenz
Alles begann 1638 mit einem Küchengarten: Herzog Georg von Calenberg ließ nahe dem Dorf Höringehusen ein Vorwerk anlegen, um den Hof mit Gemüse zu versorgen. Als sein Sohn Johann Friedrich 1655 übernahm, nannte er den Ort Herrenhausen, ließ ein Schloss errichten und einen ersten Lustgarten anlegen.
Die prägende Figur war Kurfürstin Sophie. Inspiriert von den niederländischen Barockgärten holte sie exotische Pflanzen nach Hannover und gestaltete den Großen Garten gemeinsam mit dem Gartenarchitekten Martin Charbonnier und dem Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz. Parterre, Große Fontäne, Heckentheater, Grotte, Orangerie mit dem vergoldeten Tor und die beiden Rundpavillons von Louis Remy de la Fosse gehen auf sie zurück.
Zwei Superlative: Die Große Fontäne, 1720 erstmals auf rund 35 Meter Höhe betrieben, übertraf damals den 27 Meter hohen Wasserstrahl des Bassin du Dragon in Versailles. Und das Heckentheater von 1689 bis 1692 zählt zu den frühesten erhaltenen barocken Freilichttheatern nördlich der Alpen. In seiner Grundstruktur ist der Große Garten seit dem frühen 18. Jahrhundert nahezu unverändert.
Sophie starb 1714 beim Spaziergang in eben diesem Garten, im Platzregen – sechs Wochen bevor sie als Queen of Great Britain hätte regieren sollen. Hannover war von da an bis 1837 mit Großbritannien in Personalunion verbunden.
Zu Wohn- und Gewerbeadressen rund um die Herrenhäuser Straße sind wir in 12 bis 15 Minuten. Für die Gebäude innerhalb der Gartenanlage selbst ist die Verwaltung der Herrenhäuser Gärten zuständig.