Unsere Stadtteile in Hannover-Döhren-Wülfel
Döhren
Seit 1907 Teil von Hannover und heute eine der gefragtesten Wohnlagen im Süden. Herzstück ist der Fiedelerplatz mit seinem Bauernmarkt, der seit 1926 jeden Dienstag und Freitag stattfindet.
Türen und Schlösser in Döhren: Im Gründerzeitviertel rund um Fiedelerplatz und Fiedelerstraße stehen Altbauten des späten 19. Jahrhunderts – massive Holztüren mit klassischen Zylinderschlössern, bei denen die Originalschlösser aus der Bauzeit sicherheitstechnisch längst überholt sind. Ganz anders die Leineinsel: Die exklusive Wohnsiedlung entstand ab 1980 auf einem ehemaligen Fabrikgelände und hat entsprechend moderne Metalltüren und Schließsysteme. An der Hildesheimer Straße kommen Mehrgeschosswohnungen dazu.
Anfahrt: rund 20 Minuten über den Ricklinger Korridor oder durch Waldhausen auf die Hildesheimer Straße, die Hauptverkehrsachse des Stadtteils.
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Wülfel
Rund 4.633 Einwohner, und lange Zeit der aktivste Industrievorort Hannovers – der Bahnhof zog die Betriebe an. Die Wurzeln reichen weiter zurück: Die Wülfeler Kapelle wurde möglicherweise schon um 1350 errichtet.
Prägend bis heute ist die Brauerei Wülfel, 1859 an der Hildesheimer Straße 420 gegründet und 133 Jahre in Betrieb, bis die Gilde Brauerei sie 1992 übernahm. Das denkmalgeschützte Eingangsportal steht noch. Die 1871 gegründete Chemische Fabrik Wülfel produziert bis heute.
Türen und Schlösser in Wülfel: Entlang der Hildesheimer, Loccumer und Matthäikirchstraße prägen mehrgeschossige Mietshäuser der Gründerzeit um 1900 das Bild – schwere Haustüren, oft mit Einsteckschlössern der Bauzeit. Dazu kommen Nachkriegsbauten und Gewerbeobjekte, bei denen wir auch Hallentore und Nebeneingänge öffnen.
Anfahrt: 15 bis 20 Minuten über die Hildesheimer Straße.
Mittelfeld
Rund 9.700 Einwohner aus etwa 75 Nationen – der vielfältigste Stadtteil des Bezirks. Mittelpunkt ist der Rübezahlplatz mit dem Rübezahlbrunnen, seit 1955 der erste Marktplatz der Siedlung. An der Karlsruher Straße steht die Pagode des Klosters Viên Giác, eine der größten buddhistischen Pagoden außerhalb Vietnams.
Türen und Schlösser in Mittelfeld: Kern ist die Constructa-Siedlung um Ahorn-, Garkenburg- und Pieperstraße – zwei- bis fünfgeschossige Wohngebäude im Constructa-Stil der frühen 1950er-Jahre mit den typischen Schlössern dieser Zeit. Bemerkenswert daneben: Die 70 Einfamilienhäuser Am Mittelfelde, in der Eichelkampstraße und der Sarstedter Straße wurden 1943 in einer einzigen Nacht durch Bomben zerstört und anschließend auf ihren erhaltenen Kellermauern wieder aufgebaut.
Anfahrt: 15 bis 20 Minuten über West- und Messeschnellweg (A37), von Norden über Garkenburgstraße oder Lehrter Platz.
Waldhausen
Der erste Villenvorort Hannovers, 1907 eingemeindet. Mit 2.228 Einwohnern, 400 Wohngebäuden und 54,3 m² Wohnfläche pro Einwohner – dem höchsten Wert aller Hannoveraner Stadtteile – ein Villenquartier ohne Vergleich, geprägt von Jugendstilvillen mit Fachwerktürmchen, großen Gärten und denkmalgeschützten Straßenzügen.
Türen und Schlösser in Waldhausen: Hier arbeiten wir am vorsichtigsten. Jugendstilbeschläge, historische Zylinderschlösser aus der Kaiserzeit, kunstvolle Eingangstüren mit Glasarbeiten und Holzschnitzereien – an solchen Türen zählt jede Spur. Beim Zylindertausch geht es darum, modernen Bohrschutz zu erreichen, ohne in die Originalsubstanz einzugreifen. Das lässt sich fast immer lösen, muss aber vorher besprochen werden.
Anfahrt: 15 bis 20 Minuten über Hildesheimer Straße oder Südschnellweg.
Seelhorst
Eingekesselt zwischen Süd- und Messeschnellweg im Norden und Osten, der Bahntrasse im Westen und dem Stadtfriedhof im Süden. Der Stadtfriedhof Seelhorst, 1919 angelegt, ist mit fast 70 Hektar der größte Hannovers und trägt mehrere Gedenkstätten für die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Historisch reicht der Ort weiter zurück: 1485 wird die Gardeckerburg im bischöflichen Lehnsregister von Hildesheim erwähnt.
Türen und Schlösser in Seelhorst: Zwei klar getrennte Quartiere. Westlich des Messeschnellwegs der klassische Kern mit Einfamilienhäusern aus den 1960er-Jahren – große Gärten, ruhige Straßen, häufig noch die Originalzylinder. Östlich davon der Seelhorster Garten mit Stadtvillen ab etwa 2000 und entsprechend moderner Schließtechnik. In einem Stadtteil, in dem fast alle Eigentümer sind, ist ein Zylindertausch die Maßnahme mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung.
Anfahrt: 15 bis 20 Minuten über den Südschnellweg.
Waldheim
Mit nur 1.743 Einwohnern der kleinste Stadtteil des Bezirks – und laut Bewohnerbefragung einer der zufriedensten: 96 Prozent bewerten die Lebensbedingungen als gut oder sehr gut.
Entstanden ist Waldheim als Beamtenkolonie: Der 1900 mit 1.881 Mitgliedern gegründete Beamten-Wohnungsverein für Hannover und Umgegend begann noch im selben Jahr mit der Wohnkolonie im Döhrener Bruch. Die 1935 angelegte Dittmerstraße ehrt Heinrich Dittmer, einen der Mitgründer.
Türen und Schlösser in Waldheim: An Liebrechts-, Waldheim- und Dittmerstraße stehen die zweigeschossigen Doppelhäuser aus der Gründungszeit ab 1900, dazwischen modernere Eigenheime. Entsprechend breit ist die Spanne der Schlossgenerationen – von der Bauzeit bis zur Mehrfachverriegelung.
Anfahrt: 15 bis 20 Minuten über Süd- und Messeschnellweg. Orientierungspunkt: das Gasthaus Bischofshol, an der Stelle eines Wartturms von 1461.
Döhrener Jammer – die Arbeitersiedlung von 1868
Der Döhrener Jammer ist kein eigener Stadtteil, sondern eine Werkssiedlung mitten in Döhren – und eines der geschlossensten Industriedenkmale Hannovers.
Die Geschichte beginnt 1868 mit der Gründung der Döhrener Wollwäscherei auf der Leineinsel, der ersten Wollwäscherei Deutschlands. Für die Arbeiter entstand eine eigene Siedlung, die in Etappen wuchs: 1869 die ältesten Häuser an der Werrastraße, zwischen 1886 und 1890 Weser-, Ems- und Allerstraße, ab 1893 die „Meisterwohnungen“ im Osten für höhergestellte Angestellte, ab 1903 die Rheinstraße mit Drei- und Vierzimmerwohnungen für die Beamten der Fabrik. Die Hierarchie der Fabrik ist bis heute im Grundriss ablesbar.
Als die Wollwäscherei 1972 in Schwierigkeiten geriet und das Gelände an die Neue Heimat überging, schien das Ende besiegelt. Ab 1981 wurden die Häuser einzeln an Private verkauft und nach und nach saniert.
Für uns bedeutet das eine unübersichtliche Mischung: In denselben Straßenzügen stehen sanierte Türen mit moderner Technik neben Elementen, die noch auf die Bausubstanz von 1869 zurückgehen. Ältere Zylinder ohne Bohrschutz sind in Häusern dieser Altersklasse eine bekannte Schwachstelle. Anfahrt: 15 bis 20 Minuten über die Hildesheimer Straße.
Messegelände, Expo Plaza und Hildesheimer Straße
Das Messegelände ist mit über 600.000 Quadratmetern Hallenfläche eines der größten der Welt – entstanden aus einem britischen Befehl und einem Fischbrötchen. 1947 ordnete die Militärverwaltung an, bis zum September eine Exportmesse abzuhalten; Leipzig lag in der sowjetischen Besatzungszone und schied aus. Gebaut wurde auf dem Areal der Vereinigten Leichtmetall-Werke, eines demontierten Rüstungsbetriebs. Bei der Eröffnung fehlten Dächer und Infrastruktur, doch 736.000 Besucher aus 53 Ländern kamen in 21 Messetagen – und zu jeder Eintrittskarte gab es ein Fischbrötchen und ein Glas Messe-Wein.
Für Einsätze gilt: Zu Wohn- und Gewerbeadressen rund um das Gelände kommen wir rund um die Uhr, auch während der Messelaufzeiten. Innerhalb des gesicherten Geländes ist der Zugang von außen eingeschränkt. Anfahrt über die A2: 20 bis 25 Minuten.
Die Expo Plaza im Osten war im Jahr 2000 Schauplatz der ersten Weltausstellung auf deutschem Boden. Am Westhang des Kronsbergs entstand die Expo-Siedlung: Ende der 1990er-Jahre vollständig als Niedrigenergiehäuser konzipiert und 2012 in Singapur als eines der 100 innovativsten Infrastrukturprojekte der Welt ausgezeichnet. Neubauten dieser Generation haben durchweg Mehrfachverriegelungen.
Die Hildesheimer Straße ist die Achse, die alles verbindet – 1810 auf Höhe des damaligen Dorfes Döhren angelegt, 1872 mit einer der ersten Pferdebahnen Hannovers. Je nach Abschnitt sind wir in 10 bis 20 Minuten da: Gründerzeit und Jugendstil im nördlichen Teil Richtung Südstadt, denkmalgeschützte Villen bei Waldhausen, Gründerzeitbauten in der Döhrener Kernlage, Nachkriegs- und Gewerbebauten in Wülfel.