Unsere Stadtteile in Hannover-Kirchrode-Bemerode-Wülferode
Kirchrode
Das grüne Wohnidyll des Bezirks, mit Dorfcharakter und einem Bürgerverein, der seit 1908 aktiv ist. Im Ortskern stehen die Bronzedamen des Klönschnack, 1984 von Fidelis Bentele aufgestellt – und durchaus Programm: Hier spricht man miteinander, Empfehlungen zählen mehr als Werbung.
Türen und Schlösser in Kirchrode: Zwei historische Quartiere prägen den Bestand. Die Villen-Kolonie Kühlshausen entstand ab 1897, als der Hundekuchenfabrikant Johannes Kühl die Kaiser-Wilhelm-Straße als Lindenallee anlegte und sechs Villen errichten ließ – schwere Haustüren, oft mit Originalmechanik. Das Gartenstadt-Viertel um Bünteweg und Lange-Hop-Straße entstand zwischen 1924 und 1929 mit den charakteristischen Klinkerbauten dieser Zeit. In beiden fehlt den alten Zylindern der Bohrschutz – die klassische Schwachstelle in Villenlagen.
Anfahrt: 18 bis 22 Minuten über den Südschnellweg – eine der geradlinigsten Verbindungen in unserem Einsatzgebiet. Orientierungspunkte: Tiergartenstraße, Bünteweg, Kaiser-Wilhelm-Straße.
Bemerode
Seit 1204 urkundlich belegt – und seit dem Ende des 20. Jahrhunderts einer der bekanntesten Stadtteile Deutschlands, weil die EXPO-Siedlung am Kronsberg hier liegt.
Türen und Schlösser in Bemerode: Die Bandbreite ist die größte im Bezirk. Im alten Dorfkern an der Wülfeler Straße stehen Hofstellengebäude mit schweren Holzrahmen, älteren Zylinderschlössern und teils originaler Mechanik. In der EXPO-Siedlung dominieren zwei- bis viergeschossige Mehrfamilienhäuser mit hochwärmegedämmten Niedrigenergietüren und modernen Dichtungslippen – ein völlig anderer Türtyp, der anderes Werkzeug verlangt. Und in Kronsrode, dem seit 2020 wachsenden Neubaugebiet südlich davon, entstehen rund 3.500 Wohneinheiten mit durchgehend moderner Mehrfachverriegelung.
Anfahrt: 18 bis 22 Minuten über Messeschnellweg und Bemeroder Straße.
Wülferode
Mit 985 Einwohnern der ländlichste Stadtteil der Landeshauptstadt – ein Dorf, das seinen Charakter bewusst bewahrt hat. Die Wülferoder Kapelle wurde erstmals 1474 erwähnt; der heutige Fachwerkbau entstand 1757, die Glocke darin ist mit Baujahr 1644 älter als das Gebäude. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erhielten die Wülferoder Bauern bei der Aufteilung des Bockmerholzes 1832–1834 einen Teil des Waldes zugesprochen.
Türen und Schlösser in Wülferode: Im historischen Dorfkern stehen alte Bauernhäuser aus Backstein und Fachwerk, teilweise denkmalgeschützt, mit Bausubstanz aus mehreren Jahrhunderten. Drumherum überwiegend Einfamilienhäuser. Bei den denkmalgeschützten Gebäuden arbeiten wir langsamer und erklären vorher, wie wir vorgehen.
Anfahrt: 22 bis 27 Minuten über den Messeschnellweg (A37/B6), dann über Bemerode oder die L388. Orientierungspunkt: das Gasthaus von Horn, seit 1847 im Dorfkern – mit der kürzesten Theke Hannovers.
Kronsberg – die EXPO-Siedlung
Vor der EXPO 2000 war der Kronsberg ein kahler, landwirtschaftlich genutzter Hügel am südöstlichen Stadtrand: ein etwa sechs Kilometer langer Hügelrücken zwischen dem Messegelände und dem Naturschutzgebiet Bockmerholz.
Auf dem Westhang entstand dann in einer der größten städtebaulichen Gemeinschaftsleistungen der Nachkriegszeit die Expo-Siedlung – geplant als Modellquartier mit kurzen Wegen: Zu den drei Stadtbahnhaltestellen sind es höchstens 600 Meter, in die Innenstadt rund 20 Minuten. Im Zentrum liegt das Stadtteilzentrum KroKuS mit Stadtbibliothek und Kirchenzentrum. 2012 wurde der Kronsberg in Singapur als eines der hundert innovativsten Infrastrukturprojekte der Welt ausgezeichnet.
Zwei Bauphasen, zwei Türgenerationen: Die Gebäude der späten 1990er-Jahre erkennt man an Putzfassaden, Holzelementen und Dachbegrünung, die Erweiterungen der 2010er-Jahre an ihren Ziegelwänden. Beide haben moderne Schließtechnik, aber unterschiedliche Beschlagsysteme – sagen Sie am Telefon, in welchem Teil Sie wohnen, dann kommen wir passend ausgerüstet.
Anfahrt: 20 bis 24 Minuten über West- und Messeschnellweg.