Unsere Stadtteile in Hannover-Buchholz-Kleefeld
Groß-Buchholz
Der größte Stadtteil des Bezirks – und der mit dem größten Spagat. Um den Kapellenbrink steht der historische Dorfkern mit Fachwerkhöfen wie dem Hof Burzlaff und dem Köritzhof, der St.-Antonius-Kapelle von etwa 1300 und der Gaststätte Pinkenburg, die auf einem Wartturm des 14. Jahrhunderts steht. Wenige Minuten entfernt liegt einer der wichtigsten Forschungsstandorte Hannovers: die Medizinische Hochschule, das International Neuroscience Institute, das Fraunhofer-Institut und die TUI Group.
Türen und Schlösser in Groß-Buchholz: Die Bandbreite reicht vom Fachwerkhaus des 17. Jahrhunderts bis zum Hochhaus der 1970er-Jahre. Im Dorfkern rund um den Groß-Buchholzer Kirchweg und die Pinkenburger Straße finden wir historische Eingangskonstruktionen mit Originalschlössern aus der Bauzeit – schonend zu öffnen, aber sicherheitstechnisch längst überholt. Im Roderbruchgebiet und entlang der Karl-Wiechert-Allee sind es dagegen Geschossbauten mit standardisierten Profilzylindern.
Anfahrt: rund 20 Minuten über Innenstadt und Podbielskistraße oder Karl-Wiechert-Allee. Ein Hinweis für Forschungseinrichtungen: Für gesicherte Bereiche innerhalb von MHH oder Fraunhofer sind die internen Sicherheitsdienste zuständig – wir kommen zu Büros, Nebeneingängen und Wohnadressen im Umfeld.
Orientierungspunkte: Kapellenbrink, Dorfplatz mit dem Brunnen des Pinkenburger Kreises, die Windmühle am Mittellandkanal – 1612 erstmals als Bockwindmühle erwähnt, der heutige Bau von 1868.
Kleefeld
Vier Bauepochen auf engem Raum, und man sieht jeder Straße an, aus welcher sie stammt. Ab 1894 entstanden rund um die Fichtestraße nach Plänen des Stadtbaurats Wolff die ersten großbürgerlichen Villen, hinter der 1902 geweihten Petrikirche. 1928 folgte die Gartenstadt Kleefeld als nobles Landhausviertel – eine der schönsten Siedlungsarchitekturen Hannovers. Nördlich der Bahnlinie stehen die kompakten Genossenschaftsbauten, die die erste Kleefelder Baugenossenschaft für „gesunde und bezahlbare Wohnverhältnisse für die Arbeiterschaft“ errichtete.
Türen und Schlösser in Kleefeld: In den Gründerzeithäusern der Fichte- und Kaulbachstraße stecken oft noch klassische Einsteckschlösser mit Bartschlüssel oder frühe Zylinderschlösser – beide mit dem richtigen Werkzeug sehr gut zu öffnen. Sagen Sie am Telefon einfach, ob Ihr Schlüssel ein Bart- oder ein Zylinderschlüssel ist, dann kommen wir passend ausgerüstet. In der Gartenstadt und den Genossenschaftsbauten treffen wir auf Nachkriegs-Einsteckschlösser, in modernisierten Objekten auf Mehrpunktverriegelungen. Fehlender Bohr- und Ziehschutz ist in den historischen Beständen die häufigste Schwachstelle.
Anfahrt: rund 20 Minuten über die Hans-Böckler-Allee, die direkt in den westlichen Teil führt. Von dort erschließen die Kirchröder Straße als Lebensader, die Ebellstraße in der Gartenstadt und die Bernhard-Rehkopf-Straße bei den Genossenschaftshäusern den ganzen Stadtteil.
Orientierungspunkte: der Pferdeturm von 1387 am westlichen Rand, direkt an der Eilenriede und am Eisstadion der Hannover Indians, sowie der Kantplatz.
Heideviertel
Ein Wohnquartier, das seinen Namen der Lüneburger Heide verdankt: Die Straßen der ursprünglich „Osterfeld“ genannten Siedlung tragen fast durchweg Ortsnamen von dort – Gifhorn, Soltau, Fallingbostel, Müden, Bispingen, Schwarmstedt, Walsrode, Lüneburg, Burgdorf, Wolfsburg.
Türen und Schlösser im Heideviertel: Die Siedlung entstand im Zweiten Weltkrieg und wurde danach stark erweitert; der große Bauboom lief von 1969 bis 1986. Das prägt den Bestand bis heute: überwiegend Eigenheime mit den typischen Einsteckschlössern und Zylindern dieser Ära. Die lassen sich in aller Regel sehr gut beschädigungsfrei öffnen – haben aber weder Bohr- noch Ziehschutz. Wo seither nicht nachgerüstet wurde, ist ein neuer Zylinder die günstigste wirksame Maßnahme, oft auch für die Gebäudeversicherung relevant.
Anfahrt: rund 20 Minuten über den Messeschnellweg (A37) bis zur Karl-Wiechert-Allee, der westlichen Grenzstraße des Viertels. Direkt am südlichen Rand liegt der Hermann-Löns-Park.
Philosophenviertel – Gründerzeit und Jugendstil
Das Philosophenviertel ist kein eigener Stadtteil, sondern ein Quartier im westlichen Kleefeld – und architektonisch das anspruchsvollste im ganzen Bezirk.
Entstanden ist es mit dem Bau der Petrikirche am Dörriesplatz 1899. Um die Kirche herum zogen Gründerzeit- und Jugendstilvillen auf, deren Straßen nach den Vertretern des deutschen Idealismus benannt wurden: Kantstraße, Hegelstraße, Spinozastraße, Schellingstraße, Schopenhauergasse. Das bekannteste Gebäude steht in der Spinozastraße 5 – die Villa Effertz von 1909, ein herausragendes Beispiel des hannoverschen Villenbaus am Beginn des 20. Jahrhunderts.
Warum das für eine Türöffnung zählt: Eingangstüren aus Gründerzeit und Jugendstil haben andere Schloss- und Zargentypen als jeder Neubau, sind teils noch mit den Originalanlagen bestückt und im Material empfindlich. Hier arbeiten wir langsamer und erklären vorher, was wir tun. Wo modernisiert wurde, sind ein Zylinder mit Bohrschutz und ein solider Sicherheitsbeschlag die wirksamste Vorsorge.
Anfahrtszeiten differenzieren wir innerhalb des Viertels: Kantstraße, Fichtestraße und Kantplatz rund 18 bis 20 Minuten, Hegel-, Spinoza- und Schellingstraße 19 bis 21, der östliche Bereich um die Schopenhauergasse und die Kirchröder Straße 20 bis 22 Minuten.
Übrigens: „Gartenkosaken“ nannte der Volksmund die Kleinbauern und Gartenbesitzer, die im Dorf Kleefeld vor der Eingemeindung 1859 lebten.