Seelze und seine Ortsteile
Lage zwischen Leine und Mittellandkanal
Seelze ist eine Stadt mit rund 34.000 Einwohnern in der Region Hannover und zählt zum Calenberger Land. Die Stadt liegt südlich der Leine, am Mittellandkanal und am Stichkanal Hannover-Linden sowie an der Bahnstrecke Hannover–Minden. Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, grenzt Seelze an Garbsen, Hannover, Gehrden, Barsinghausen und Wunstorf. Die Verbindung zu Linden ist hier sogar am Wasser abzulesen: Von 1912 bis 1916 wurde der Seelzer Abschnitt des Mittellandkanals samt dem Abzweig nach Linden gebaut.
Kernstadt, Letter und neun Ortschaften
Die beiden größten Stadtteile sind Seelze mit der Kernstadt und dem Wohngebiet Seelze-Süd sowie Letter mit dem Wohngebiet Letter-Süd. Dazu kommen die Ortschaften Almhorst, Dedensen, Döteberg, Gümmer, Harenberg, Kirchwehren, Lathwehren, Lohnde und Velber. Am 1. März 1974 wurden diese Gemeinden zur Großgemeinde Seelze zusammengefasst, die sich seit 1977 als Stadt bezeichnen darf.
Entsprechend gemischt ist die Bebauung. In den 1980er Jahren hat die Stadt viel für den sozialen Wohnungsbau getan, seit 2001 entsteht südlich der Kernstadt das Neubaugebiet Seelze-Süd als Wohnquartier, ein weiteres Neubaugebiet gibt es in Gümmer. In den Gewerbegebieten in Lohnde, Letter-Süd und Seelze-Süd haben sich Handwerks- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Für Sie heißt das: Ob Wohnungstür, Haustür im Neubau oder Bürotür im Gewerbegebiet, wir sind auf unterschiedliche Türen und Schlösser eingestellt.
Vom Kirchdorf zum Bahnstandort
Als Selessen wird Seelze im Jahr 1180 erstmals gesichert urkundlich erwähnt. Der Ort hatte früh eine Zentralfunktion für die umliegenden Dörfer; zum Kirchspiel gehörten auch Almhorst, Döteberg, Gümmer, Harenberg, Letter und Lohnde. 1755 zerstörte ein Großbrand den halben Ort samt der Kirche. Die evangelisch-lutherische Kirche St. Martin an der Martinskirchstraße wurde im 18. Jahrhundert erbaut. An den Dreißigjährigen Krieg erinnert das Obentrautdenkmal, eine sechs Meter hohe Steinpyramide, die der hannoversche Bildhauer Jeremias Sutel 1630 schuf.
Mit dem Bau der Bahnstrecke Hannover–Minden kam 1847 die Eisenbahn; Seelze war damals die einzige Haltestelle zwischen Hannover und Wunstorf. Der 1909 fertiggestellte Rangierbahnhof wurde einer der größten deutschen Rangierbahnhöfe. Das Heimatmuseum, 2018 vom Stadtteil Letter nach Seelze umgezogen, gibt Einblicke in die regionale Fachwerkbauweise.