Isernhagen und seine Ortsteile
Sieben Ortschaften an der Grenze zu Hannover
Isernhagen ist eine selbständige Gemeinde in der Region Hannover. Sie grenzt im Südwesten an die Stadt Hannover und außerdem an Burgwedel, Burgdorf, Lehrte, Langenhagen und die Wedemark. Die Gemeinde liegt am Südrand der Lüneburger Heide und setzt sich aus sieben Ortschaften zusammen: der Niedernhägener Bauerschaft (NB), der Kircher Bauerschaft (KB), der Farster Bauerschaft (FB), der Hohenhorster Bauerschaft (HB) sowie Altwarmbüchen, Neuwarmbüchen mit der Gartenstadt Lohne und Kirchhorst mit Großhorst und Stelle. Gebildet wurde die Gemeinde 1974 im Zuge der Gebietsreform, den Namen Isernhagen trägt sie seit dem 1. Juni 1975.
Wichtig zur Einordnung: Isernhagen-Süd gehört nicht zur Gemeinde. Der frühere Ortsteil Isernhagen NB-Süd kam 1974 zur Stadt Hannover und ist dort heute ein eigener Stadtteil.
Die vier Bauerschaften: Hagenhufendorf mit Fachwerk
Die vier Bauerschaften NB, KB, FB und HB sind die Altdörfer der Gemeinde. Sie gehen auf ein langgestrecktes Hagenhufendorf aus dem 13. Jahrhundert zurück, das später zu einer in Niedersachsen einmaligen hufeisenförmigen Siedlung zusammenwuchs. Durch Hopfen- und Pferdehandel kamen die Bauern im 16. und 17. Jahrhundert zu Wohlstand; aus dieser Zeit stammen die typischen Fachwerkhäuser mit reich verzierten Wirtschaftsgiebeln. Viele stehen unter Denkmalschutz, etwa das Haus Nr. 72 in der Hauptstraße der Farster Bauerschaft, inschriftlich 1595 erbaut.
In der Kircher Bauerschaft prägt die St.-Marien-Kirche aus dem 15. Jahrhundert mit ihrem weithin sichtbaren Turm die Umgebung. Gerade bei alten Haustüren in Fachwerkhäusern ist eine behutsame Öffnung wichtig – zugezogene Türen öffnen wir in der Regel beschädigungsfrei.
Altwarmbüchen, Neuwarmbüchen und Kirchhorst
Die übrigen drei Ortschaften sind zum Teil älter als die Bauerschaften. Altwarmbüchen geht auf das im 12. Jahrhundert erwähnte „Werenboke“ zurück und liegt am Altwarmbüchener See, einem Naherholungsgebiet. Neuwarmbüchen entstand aus einem Einzelhof nahe dem alten Postweg Hannover–Celle; zur Ortschaft gehört die Gartenstadt Lohne. Kirchhorst wurde 1929 aus den Dörfern Kirchhorst, Großhorst und Stelle gebildet, dort steht die St.-Nikolai-Kirche aus dem 14. Jahrhundert.
Altwarmbüchen und Kirchhorst grenzen an das Altwarmbüchener Moor. In beiden Ortschaften und in der Hohenhorster Bauerschaft gibt es jeweils ausgiebige Einkaufsmöglichkeiten.
Gewerbe in der Hohenhorster Bauerschaft
Die Hohenhorster Bauerschaft ist mit dem Bahnhof Isernhagen an die Strecke Hannover–Celle angeschlossen. Hier haben mehrere Unternehmen ihren Sitz oder größere Niederlassungen, etwa Heinz von Heiden Massivhäuser und die Saaten-Union. Für Betriebe mit vielen Türen ist eine Schließanlage oft die praktische Lösung.